Ruhr-Gymnasium Witten

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Historie

Gedanken anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Fördervereins (ehemals „Schulverein“) für das Ruhr-Gymnasium Witten e. V.

Das Ruhr-Gymnasium und ihr Verein

Nicht nur die Schule begeht in diesem Jahr ein Großes Jubiläum, auch der Schulverein feiert 1995 einen – sogar runden – Geburtstag: Am 20. Februar 1955 beschlossen einige Eltern, zwecks Kapitalansammlung zum Erwerb eines schuleigenen Landheims einen Verein zu gründen, und am 4. April 1955 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister.

Ein bisschen Geschichte: In den Jahren 1955-60 richteten sich die Bemühungen des neuen Vereins darauf, ein für einen Landheimbau geeignetes Grundstück zu erwerben. Der damalige Vorstand – insbesondere der langjährige Vorsitzende RA Otto Hülsmann – hat keine Zeit und Mühe gescheut, in Verhandlungen, umfangreicher Korrespondenz und Lokalterminen dem erstrebten Ziel näherzukommen. Als dann – fünf Jahre nach der Gründung des Vereins – der Kauf eines Grundstücks in Hildfeld im Sauerland perfekt war, hatten sich die Baukosten für ein neues Landheim soweit erhöht, dass trotz eines beachtlichen Spendenaufkommens der Entschluss gefasst wurde, ein älteres, schon als solches genutztes Hofgebäude zu erwerben. Der Holderberger Hof in Urbar bei Koblenz wurde zunächst einmal für ein Jahr angemietet – und dieses Jahr brachte die für die Initiatoren enttäuschende Erfahrung, dass eine einzelne Schule gar nicht in der Lage ist, ein solches Heim ein ganzes Jahr lang zu belegen – der Schulbetrieb wurde durch den wochenlangen Lehrerausfall erheblich gestört, die Kosten waren nicht aufzubringen. Man musste von diesem Projekt Abschied nehmen, und im Jahre 1962 stellte sich die Frage nach der Existenz-berechtigung des Schulvereins.

Die Sitzungen zu diesem Zeitpunkt mögen turbulent gewesen sein – es gab diejenigen, die den Verein auflösen wollten, und diejenigen, die für eine Umwidmung plädierten. Zum Glück für uns heute trugen letztere den Sieg davon: das Vereinsvermögen wurde in eine Stiftung umgewandelt und festverzinslich angelegt, und man erkundigte sich bei allen Gymnasien Nordrhein-Westfalens nach den Aktivitäten vergleichbarer Schul- oder Fördervereine. Als Ergebnis sehen wir heute – 1995 – ein Geburtstagskind, dem einige tausend Ruhrgymnasiasten Annehmlichkeiten und Erleichterungen verdanken, die der Schulträger allein nicht hätte bieten können.

Schon oft und bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten sind die Leistungen des Schulvereins aufgezählt worden, und der Vollständigkeit halber – sozusagen als Würdigung zum 40-jährigen Dienstjubiläum – mögen sie auch in diesem Aufsatz erscheinen:

Die Zuschüsse erfolgen seit 1962 in 2 Kategorien: zum einen einmalige größere Anschaffungen (dazu zählen Sportgeräte, Musikinstrumente, Computer, Bildgeber, Raumausstattungen), zum anderen regelmäßige Zahlungen zur Unterstützung jährlich wiederkehrender schulischer Veranstaltungen (Freizeiten, Schul- und Jahrgangsfeste, Projekttage, Fahrten zu Sportwettkämpfen, Buchprämien).

Diese hier kurz zusammengefassten Aktionen des Schulvereins hatten – und haben bis heute – das Ziel, die Attraktivität des Ruhr-Gymnasiums zu erhöhen und dieses den dortigen Lehrenden und Lernenden zumindest für einige Jahre zur Heimat werden zu lassen. In diesem Sinne soll auch die Schaffung eines Pausen- und Freistundentreffpunktes in Form eines Schülercafés gesehen werden, das gegenwärtig in allen Gremien der Schule diskutiert wird und wenigstens in der Anlaufphase der Unterstützung des Schulvereins bedarf.

Es kommen also auch auf den 40-jährigen Jubilar immer noch neue Aufgaben zu, für deren Bewältigung nicht nur das Kapital früherer Elterngenerationen, sondern auch und ganz besonders die aktive Mitarbeit der heutigen gefragt ist. Ein ständiger Kummer bei den Vereinsversammlungen waren der Rückgang der Mitgliederzahlen und der damit verbundene Beitragsschwund; mit zunehmendem Alter der Schüler nahm – und nimmt – das Elterninteresse ab. Dabei sollte es genau umgekehrt sein!

Erst nach einer gewissen Kennenlern- und Einarbeitungsphase kann eine effektive Mitarbeit erreicht werden. Die Tatsache, dass die Mitgliedschaft im Schulverein nicht an die Jahre des Schulbesuchs gebunden ist, verleiht ihm eine Bedeutung über den engeren Rahmen der Schule hinaus, gewährt einen größeren Überblick über Entwicklungstendenzen und garantiert eine gewisse Kontinuität der Fördermaß-nahmen.

Der Schulverein wird auf diese Weise zum Bindeglied zwischen den einzelnen Schülergenerationen, denen, die die Schule noch besuchen, und denen, die ihr schon entwachsen sind, ihr jedoch als „Ehemalige“ noch sehr viele Dienste erweisen können. Ehemalige finden wir schon hörbar und sichtbar bei den Aufführungen von Chor, Orchester und Theater; wer sich im Reich der Musen nicht so recht heimisch fühlt, hat über die Mitgliedschaft und die Mitarbeit im Schulverein die Möglichkeit, sich für die Belange des Ruhr-Gymnasiums einzusetzen.

Und so endet dieser kleine Rückblick mit einem Appell an alle, die sich mit dem Wittener Ruhr-Gymnasium verbunden fühlen:

Werden Sie Mitglied im Schulverein, opfern Sie der Schule Ihrer Kinder (oder Ihrer vormals eigenen) ein paar Stunden Mitarbeit im Jahr und tragen Sie so dazu bei, dass die folgenden Schülergenerationen wie bisher vom Engagement der Älteren getragen werden.