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Der LK Deutsch begibt sich auf die Spuren von Goethe und Schiller 16.07.2017

Mit Goethes „Faust“ und Schillers „Kabale und Liebe“ hat sich der Leistungskurs Deutsch in diesem Schuljahr intensiv beschäftigt. Die Menschen hinter den Werken – ihr Leben, ihre Heimat, ihre Individualität – entdeckten die Schülerinnen und Schüler auf einer zweitägigen Exkursion nach Weimar am Ende des Schuljahres. Goethes und Schillers Wohnhäuser sowie der Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus ermöglichten bei strahlendem Sonnenschein ein Zeitreise ins 18. Jahrhundert.

Um sich die Zeit und das damalige Leben der im Unterricht bearbeiteten Dichter Goethe und Schiller besser vorstellen und einen direkten Einblick gewinnen zu können, machte sich der Leistungskurs Deutsch von Frau Klinger Ende Juni auf den Weg in die als "Weltkulturerbe" geltende Kleinstadt Weimar.

Nach einer sechsstündigen, allerdings dennoch sehr angenehmen Zugfahrt, kamen wir zur Mittagszeit am Weimarer Hauptbahnhof an. Der erste Eindruck der Stadt war bei uns allen ungefähr derselbe: sehr ansprechend und vor allem auffällig sauber. Nach einem fünfzehnminütigen Fußweg zum Hostel wurden dann auch schon die Zimmer bezogen und die Koffer ausgepackt. Vorab ein Wort zu den bezogenen Zimmern: großräumig, sauber und gepflegt und von überaus freundlichem Hotelpersonal in Stand gehalten. Das Hostel befand sich zwar in einem eher außerhalb liegenden, ruhigeren Gebiet, allerdings trotzdem mit direkter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, sodass eine Fahrt ins direkte Stadtzentrum ganze 5 Minuten gedauert hat. Und auch über die Fahrtenpreise der Verkehrsmittel in Weimar ist nur Positives zu sagen.

In der Stadt angekommen, wurde zuerst das Goethe-Haus besucht. Nach einer etwa 45 minütigen Audioguide-Führung durch das Haus, welches einst vom Dichter persönlich bewohnt wurde, hatten wir noch den Rest des Nachmittags Zeit, um in Kleingruppen sowohl die alte klassische, als auch die modernisierte neue Seite der Stadt zu erkunden, und einen eigenen Eindruck der Stadt zu bekommen. Die Stadt ist auffällig sauber und optisch sehr ansprechend durch die klassisch gehaltenen Hausfassaden, allerdings bietet sie auch viele Einkaufsmöglichkeiten und hat viele Lokalitäten, um das gute Wetter bei einem Eisbecher oder einem Kaltgetränk genießen zu können. Zurück im Hostel angekommen, folgte auch schon das Abendessen. Wir als Kurs nahmen dabei das üppige Grillangebot des Hotels in Anspruch. Durch das im Abend hinein schlecht gewordene Wetter und den damit verbundenen Regenschauer fiel das gemeinsame Essen im großen Außenbereich leider ins Wasser. Allerdings bietet das Hostel ebenfalls einen großen und einladend gestalteten Innenraum mit Sitz- und Essensmöglichkeiten. Das Essen an sich war abwechslungsreich und durch die im Vorfeld getätigte Absprache mit dem Hotelpersonal war für jeden etwas dabei und niemand wurde vernachlässigt. Anschließend konnten wir die verschiedenen Beschäftigungsangebote des Hostels nutzen und entweder bei Gesellschaftsspielen oder an der integrierten Bar den Abend ausklingen lassen.

Am Morgen darauf machten wir uns nach einem abwechslungsreichen gemeinsamen Frühstücksbuffet auf den Weg in den Park an der Ilm. Zum Park lässt sich sagen, dass es der wohl ruhigste, naturbezogenste Ort der Stadt ist. Außerdem ist er der kulturelle Höhepunkt der Stadt und bietet den größten Einblick in die damalige Zeit, nicht zuletzt durch die Erhaltung vieler alter Gebäude und Merkmale der Weimarer Klassik. Um noch besser zu sehen zu können, auf welche Art und Weise große berühmte Dichter im 18. Jahrhundert lebten und wohnten, besuchten wir hier das Gartenhaus Goethes, in dem er viele Jahre gewohnt hat und das er Zeit seines Lebens als Rückzugsort außerhalb der Stadt zum Arbeiten genutzt hat. Nach der Besichtigung und dem Rundgang im Park folgte der Besuch des im Stadtzentrum liegenden Schiller-Hauses. Das damals von Schiller besuchte Haus ist zwar kleiner in der Anzahl der Räume als das Goethe-Haus und ist in mehreren Teilen und Bereichen eher nachempfunden als erhalten, bietet allerdings genauso detailgetreue Einblicke in das Leben des Dichters Hier konnten wir auch ausprobieren, wie mühsam es war, mit einem Federkiel zu schreiben.

Nach der Erkundung des Hauses folgte noch ein Zeitraum von etwa zwei Stunden, in denen wir Schüler weitere Zeit hatten, um uns die Stadt näher anzusehen und neue Gassen und Gebäude in der Stadt zu erkunden, oder den Aufenthalt in Weimar bei einem gemeinsamen Besuch einer der vielen Lokalitäten ausklingen zu lassen. Gegen 15 Uhr traten wir die Rückkehr nach Witten am Weimarer Hauptbahnhof an, und auch die Rückkehr war sowohl angenehm als auch unterhaltend, da durch die im Voraus getätigte Reservierung der Plätze keine großartigen Sitzprobleme auftreten konnten.

Abschließend kann man sagen, dass die Fahrt nach Weimar eine ausgezeichnete Gelegenheit ist, um einen Einblick in den Alltag in das Leben des 18. Jahrhunderts und speziell in das Leben Goethes und Schillers zu bekommen. Unserer Zeit in Weimar war zwar kurz, aber dafür voller interessanter Eindrücke, die Goethe und Schiller für uns etwas lebendiger gemacht haben.

von Chian Bethke


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